Nicola Vollkommer

Eine vielseitige Autorin mit Herz und Verstand

Nicola Vollkommer ist eine Autorin mit dem Talent zur Vielfältigkeit. Ob Biografie, Kinderbuch oder zum ersten Mal auch Roman – sie schafft es, mit ihren spannenden Büchern alte wie junge Leser und Leserinnen zu begeistern.

Der erste Roman – wild und romantisch

Anfang 19. Jahrhundert: Charlotte wird geboren und ist in derselben Sekunde eine Enttäuschung für ihre Eltern – sie ist ein Mädchen. Doch Lord Winston, Charlottes Vater, hatte Pläne. Charlotte wird zu einer Amme gebracht. Diese ist nicht einfach nur Mutterersatz, sie ist auch die Person, die ihr Liebe entgegenbringt. Im Teenageralter plötzlich lässt der Lord seine Tochter wieder ins Elternhaus holen. Von seinen geheimen Plänen ahnt Charlotte nichts, sie bekommt aber täglich zu spüren, dass niemand sie mag – außer Jake ...
Christian Döring von bücherändernleben

 

Dieser Roman ist eine gelungene Komposition aus stimmungsvollen Landschaftsbildern der rauen, romantischen Küste Cornwalls und der sehr abwechslungsreichen und spannungsvollen Lebens- und Liebesgeschichte der Charlotte Greenwold.

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Hören Sie mal rein

Nicola Vollkommer ...

... wurde als zweite Tochter des britischen Finanzberaters Roy Edward Sperry und seiner deutschen Frau Hella Inge Roswitha Taucher im April 1959 in Leicester, Mittelengland, geboren.

1960 reiste die Familie für einen zweijährigen Auslandseinsatz nach Nordnigeria aus, wo Roy in der Kleinstadt Bukuru als Finanzdirektor für eine kleine britische Firma, die die Zinnunternehmen in der Region mit Strom versorgte, tätig war. Aus den zwei wurden jedoch beinahe 20 Jahre – eine Zeit, die für die drei Töchter (Tanya, Nicola und Andrea) von vielen Umbrüchen und ungeplanten Abenteuern geprägt war. U. a. geriet die Familie unerwartet zwischen die Fronten eines brutalen Bürgerkrieges (später als der Biafrakrieg bekannt), als im September 1966 überall in Nordnigeria blutige Pogrome gegen den Stamm der Ibos ausgeführt wurden. Diese traumatischen Erlebnisse taten der Liebe der drei Sperry-Töchter zu Afrika jedoch keinen Abbruch. Viel schlimmer für die Mädchen war die Rückkehr nach England ins Internat, wo sie mit einem tiefen Kulturschock zu kämpfen hatten. Der einzige Trost blieb die Aussicht auf regelmäßige Ferien in Nigeria.

Nach Abschluss ihrer Schulzeit studierte Nicola Französisch und Deutsch an der Universität Cambridge. Ihre ältere Schwester Tanya erfüllte sich ihren Kindheitstraum und wurde Ärztin, Andrea wurde Lehrerin. Die Sperry-Eltern kehrten 1978 nach Leicester zurück. Durch Verbindungen zu der Missionsorganisation „Jugend mit einer Mission” lernte Nicola einige Deutsche kennen, besuchte in Schloss Hurlach eine Jüngerschaftsschule und kehrte 1981 zu JMEM Deutschland zurück, dieses Mal nach Tübingen, wo sie gleichzeitig ein Auslandsjahr für ihr Deutschstudium absolvierte. Hier lernte sie Helmut Vollkommer kennen, der Biologie und Chemie für das Lehramt studierte. Das Paar heiratete im August 1982 und zog nach Reutlingen. Die „Christliche Gemeinde Reutlingen” begann als kleiner Hauskreis in ihrem Wohnzimmer, Helmut Vollkommer ist auch heute noch als Pastor und Leiter der Freikirche aktiv.

Neben ihren Aufgaben als Mutter von vier inzwischen erwachsenen Kindern und ihrer Mitarbeit in der Gemeinde, unterrichtet Nicola Musik und Englisch an der Freien Evangelischen Schule Reutlingen.

Ihre Biografie

Unter dem Flammenbaum

Afrika: Das sind die Klänge und Düfte der Kindheit, die Nicola Vollkommer nie vergessen wird. Das ist die Geschichte einer Familie, die zwischen die Fronten eines Bürgerkriegs gerät. Vollkommer erzählt von ihrem Vater, der dazu beitrug, dass zahllosen Afrikanern das Leben gerettet wurde. Von ihrer Mutter, die ihren Kindern Lebensfreude und Glaubenszuversicht weitergab. Und von ihrem größten Trauma: der Trennung von Afrika und dem Leben in einem englischen Internat. >> Mehr zum Buch

Bei einem Vortrag in Rehe

Eine Autorin, die ihre Hörer und Leser in den Bann schlägt

Nicola Vollkommer begeistert ihre Leserinnen und Leser mit ihrer Vielfältigkeit. Neben ihrer Autobiografie hat sie beispielsweise auch eine Biografie über ihren Onkel John Sperry geschrieben oder ein Andachtsbuch, sowie verschiedene Kinderbücher. Jetzt ist ihr erster Roman erschienen – eine Geschichte voller Romantik, Drama und Spannung.

Wir haben mit der Autorin gesprochen und Interessantes erfahren.

„Wie Möwen im Wind“ ist Ihr erster Roman. Was hat Sie zu dieser Geschichte inspiriert?

Schon als Kind liebte ich Geschichten, in denen Charaktere, die sich auf der Schattenseite des Lebens befinden, Widrigkeiten überwinden und zu Helden werden! Solche Geschichten schlummern schon die ganze Zeit in meiner Fantasie – und die Möglichkeit, eine davon auf Papier zu bringen, hat mich echt gefreut!

Die Story in dem Roman spielt in Cornwall. Spielt die Landschaft in dem Buch eine wichtige Rolle?

Ja, die Landschaft spielt eine wichtige Rolle. Eine Cornwall-Kulisse bietet sich natürlich für Naturbeschreibungen an. Die Gegensätze zum Beispiel – zahme, fließende englische Parks und Felder, und dann das wilde, unberechenbare Küstengeröll mit entsprechenden Wetterverhältnissen und Jahreszeiten. Die Landschaft spiegelt außerdem die Hochs und Tiefs in der Entwicklung der Protagonisten wieder.

Wird Ihr nächstes Buch wieder ein Roman?

Ich würde es mir wünschen, weitere Romane zu schreiben, bin aber vorsichtig, mir nichts anzumaßen. Mein größter Wunsch ist, den Lesern eine Freude zu machen.
Ich schreibe zwar gerne über alle möglichen Themen, aber am meisten schlägt mein Herz für fiktives Schreiben, bei dem man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann, neue Welten erschafft, in die man den Leser einlädt ...

In Ihrem Buch „Unter dem Flammenbaum“ schreiben Sie von Ihrer aufregenden Kindheit in Afrika und was Ihre Eltern alles geleistet haben. Wie kamen Sie dazu, Ihre Geschichte aufzuschreiben? Und wie haben Ihre Eltern auf das Buch reagiert?

Die Idee kam vom Hänssler Verlag, nachdem ich die „Eddie“-Kinderbücher geschrieben hatte und im Zuge dessen herausgekommen war, dass ich eine recht abenteuerliche Kindheit in Afrika hatte. Ich war zunächst skeptisch, fing dann aber einfach an, mit der Hilfe meines Vaters die Geschichte aufzuschreiben, und eins führte zum anderen. Mein Vater (meine Mutter lebt nicht mehr) fühlte sich, glaube ich, geehrt, dass seine Geschichte in der Form eines Buches festgehalten wird.

Gibt es eine Persönlichkeit, deren Biografie Sie gerne schreiben würden?

Unbekannte Persönlichkeiten, die noch nicht „genug“ gewürdigt wurden, interessieren mich am meisten. Es gibt Helden der Weltgeschichte, die zu Legenden geworden sind, und ihre verdiente Anerkennung bekommen haben. Aber da sind viele, die unbekannt geblieben sind, von denen wir aber eigentlich eine Menge lernen können.

Sie sind Mutter von vier Kindern. Was würden Sie werdenden oder frischgebackenen Müttern mit auf den Weg geben? Was sehen Sie als die größten Herausforderungen?

Nicht in erster Linie pädagogische Mechanismen oder eine „fehlerfreie“ Begleitung machen aus Kindern gesunde Persönlichkeiten, sondern fröhliche, zuversichtliche Eltern, die ihre Verantwortung wahrnehmen, ihre Kinder unendlich lieben und mögen, und deshalb auch klare, strenge Grenzen setzen – und es wagen, dem Zeitgeist die Stirn zu bieten, dem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen, und die eine verlässliche Heimat sind ... Man könnte so viel mehr dazu sagen! In meinem Buch „Wie ich lernte, das Chaos mit Gottes Augen zu sehen“ gehe ich dem Thema auf den Grund :-)

Hat das Muttersein Ihren Glauben verändert?

Absolut! Muttersein hat meinen Glauben bodenständig gemacht. Wenn der Glaube keine gute Nachricht ist für eine erschöpfte Mutter, die die Nacht gerade mit einem kranken Kind durchgewacht hat, sich mit einem bockigen Teenager herum schlagen muss, oder mit ihrer Kindererziehung alleine steht, dann hilft er nicht viel. Aber in der Bibel geht es sehr viel um Menschen, die sich in unmöglichen Spannungsfeldern befinden, und gerade dort Gott begegnen und Mut fassen!

Wir danken Frau Vollkommer sehr herzlich für dieses Interview!

Über die Entstehung ihrer Bücher

„Die meisten Dinge, die ich im Leben mache, sind nicht absichtlich zustande gekommen. Auch das Bücherschreiben nicht. Wobei ich schon immer gerne Gedanken zu Papier brachte, Erlebnisse beschrieb und Tagebuch führte.  Die Geschichte von “Eddie” schrieb ich während eines langweiligen Elternabends am Gymnasium meiner Tochter. Mit großer Freude machte ich mich an die zweite Geschichte von Eddie, “Eddie du bist wunderbar”. Der Impuls dafür entstand durch eine nebensächliche Bemerkung eines Kollegen während einer Lehrerkonferenz an meiner Schule. Darauf folgte die Geschichte von Tilo.

Erst mit meiner Biografie “Unter dem Flammenbaum” fing ich an, tagelang mit der Formulierung von tief begrabenen Gedanken zu ringen, nachts aufzustehen, um Fragmente von Ideen auf Papier zu bringen, und mich mit meinem Leben und Glauben ernsthaft auseinander zu setzen – nicht immer ohne Tränen. Die vielen positiven Reaktionen auf das Buch und neue Verbindungen zu interessanten Menschen, die dadurch entstanden, haben mein Leben sehr bereichert.

Im Herbst 2011 erschien die Geschichte von meinem Onkel, der jahrelang unter widrigsten Umständen sein Leben mit den Eskimos am nördlichsten Rand Kanadas teilte: “Am Rand der gefrorenen Welt”. Gleichzeitig ein Weihnachts-Bildband, “WunderWeihnacht”, eine Sammlung von Impulsen rund um das Thema Weihnachten – zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken. Die beiden Biografien sind inzwischen in der zweiten Auflage.

“Leon und der Kampf um das goldene Herz” ist für Schulkinder gedacht und soll Kindern helfen, sich mit dem Thema Leid und Leiden auseinanderzusetzen.”

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